Muscle Cars gesucht. Für ein Fotoshooting einer sehr bekannten deutschen Rockband sucht Motoraver in Hamburg 15 geile Schlitten. Gegen dreistelliges Honorar! Wer Montag, den 21. Juni von 12-18 Uhr Zeit und Bock hat, Bewerbungsmail mit Name, Telefonnummer und Foto der Karre an
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Heute um 21:00 Uhr gibt es auf Deutschlands erstem Social Media Onlineradio QUU.FM ordentlich was auf die Ohren. Helge hat 15 Vollgastracks zusammengestellt und wird zwischendurch noch ein paar Fragen zu Motoraver und dem automobilen Bildungsauftrag beantworten. Also den Rechner mit ins Auto geschleift und ab 9 Uhr den QUU.FM Stream aufdrehen.
Beginnen wir einfach mal mit der harten Wahrheit: Die "Cost Of War" EP von OJO ROJO spaltet die Meinungen. Auf der einen Seite ist es schön zu sehen, dass die illust mit (Ex)Mitgliedern von den Gods Of Blitz, Beatsteaks, Jingo De Lunch, Revolver, Such A Surge besetzte Band noch aktiv ist - auf der anderen Seite ist die EP nicht mehr die Band, die 2000 mit ihrer "Amphetamine Rock" EP und 2003 mit der "Tunes From The Way Out" LP für mehr als Begeisterung im Breitbeinrocklager gesorgt hat. Dem aktuellen Sound ist die Tätigkeit der Mitglieder in eher "weicher" klingenden Bands anzumerken. Zu deutsch: Der Bums ist teilweise massiv raus. Hier und da blitzen noch die alten Fähigkeiten und Sounds durch, aber immer wieder wird dieser "alte" Sound mit poppigeren Tönen verwässert. Insgesamt werte ich die Platte als Lebenszeichen einer Band, die zu weit --->
Der gute alte Brant Bjork legt mit "Gods & Goddesses" sein mittlerweile neuntes Album vor und ich muss sagen: der Punk ist aus Rock raus und mit alt liege ich leider nicht falsch. Man will es ja auch gut finden - wegen coolem, integrem Typen und guter Band und so - aber irgendwie waren Brants frühere Rockscheiben mit mehr Eiern gesegnet und rochen mehr nach Detroiter Alteisen mit Achtender unter der Haube als nach trögem T2 mit 57 PS Diesel Killermaschine. Die Platte kommt und kommt nicht aus dem Arsch; es kickt nicht. Das wird sicher im Interesse der Band liegen, da sie sonst das Album nicht so gemacht hätte, aber mir ist das echt paar --->
Hoerbuechern haftet einfach das Image der Literatur fuer Doofe an. Egal. Ist ein runtergekommener 71er Super Bee mit Airgrabber und Dixie-Dreiklangfanfare ein Statement intellektuellen Tiefgangs und Indiz fuer eine vorhandene Expertise im Bezug auf erlesene Rotweine aus der Provence? Eben. Davon ab sind die Meisten von uns schon mit dem Lesen des Shell-Euroatlas waehrend der Fahrt ueberfordert, so dass diese hochmoderne Form der Literatur nicht nur dem vorhandenen Bildungsniveau entgegenkommt, sondern auch der eigenen Schadensfreiheitsklasse. Geldwerter Vorteil aus 2x 25 Watt. Geil.
"Handgrenade Blues" der dänischen SuperCharger landet im Player und bereits nach ner guten Minute weiß ich: Das hier ist mal wieder nichts für mich. Kennt ihr das wenn man etwas zum ersten mal hört und denkt: "Scheisse davon hab ich schon zehn Platten im Schrank..."
Die Songs gut, aber wenig speziell; die Produktion superfett, aber einfach zu aufdringlich; die Typen sicher ok, aber auf dem Bandfoto mehr eine lebende Rock´n´Roll-Kostümparade. Ist denn der Norden Europas jetzt der Komödienstadl des Rock?! Der Drang der aktuellen Rockszene zur Klischeeveranstaltung setzt sich nach den Carburetors also fort. Das kommt mir alles nicht mehr "real" vor.
Irgendwie eine Platte, die man laufen lässt wenn der entfernt verwandte Cousin aus der Provinz das erste mal zu Besuch in der großen Stadt ist und total --->
...und auch die zweite Platte "No Guts No Glory" von AIRBOURNE strotzt nur so vor gutem, mit der Muttermilch aufgesogenem Musikgeschmack. Rock´n´Roll-Phrase jagt Rock´n´Roll-Phrase. AC/DC jagen Rose Tattoo. Wie es scheint feiern Australier einfach härter. Die Kreise schließen sich. Der Sound ist noch fetter als auf dem Debüt "Running Wild" , die Chöre noch zäher, der Groove noch härter, der Breitbeinrock noch breiter und die Party noch exzessiver! --->
Oh man, das ist hart. Da landet doch echt eine Deutschpunkband in meinem Player - und ich kann mit Deutschpunk nichts anfangen. Schlechte Vorzeichen also für mich und die Band, sorry. Die guten Zeiten des Deutschpunk sind nunmal seit den BAFFDECKS oder JIMMI PELZ FISTFUCK USA vorbei. Für mich klingen BETONTOD - ´schuldigung für den Vergleich - wie die Onkelz. Für mich klingt Schlagerbetroffenheitsmetal nunmal immer nach Onkelz. Und die Musik pendelt nunmal zwischen Punk und Metal und die Lyrik pendelt ebenso zwischen pubertärer Sozialkritik, Durchhalteparolen, Straßenkampf und Suffparty. Hm. Manchmal fall ich auch echt vom Glauben ab: Streicher auf ner Punkplatte... die Gitarre spielt eine billige Schlagermelodie... --->
Mit dem dem Vorgänger "III: Views Of Distant Towns" erhaschten die Isländer von GAVIN PORTLAND 2008 erste Lorbeeren in der HardCore- und Indieszene. Die Band ging das Nachfolgealbum "IV: Hand In Hand With Traitors, Back To Back With Whores" somit mit voller Kraft an - kam aber aufgrund der um sich greifenden Wirtschaftskrise; von der Island ja bekannterweise mit am schwersten getroffen wurde; ins Schlingern. Keine Kohle, kein Studio, kein Label, keine Platte. Das volle Programm an Minuspunkten also.
Es hieß also: sich auf das wesentliche konzentrieren. Kurze krachige Songs, direkte wesentliche textliche Infos, kein Indiedreck versaut mehr das HardCore-Brett zwischen Neurosis und Fugazi oder Fireside auf Meth. Die Platte startet wie eine Dampfwalze aus Wut und --->
Eine Dekade nach dem Stampfer "Hellbilly Deluxe" wirft Allround-Horrormeister und Hans-Dampf-in-allen-Gassen Rob Zombie den 2. Teil unter die Meute. Wie in allen seinen Arbeiten bestätigt sich auch diesmal der Hang zu C-Movie-Horrorklischees und Tod & Teufel. Diesmal gehts jedoch mehr im Midtempo zur Sache - mit schmissiger 60th Hammond-Orgel, Twang, Fuzz und sogar Streichern vertont. Allein die Songtitel sind wieder zum Brüllen und geben die ideelle Richtung vor - und mit "Werewolf Women Of The SS" schießt er sowieso den Vogel ab. Schön sick! Den Amis ist echt nichts heilig und wie Zombie seit Jahren sowohl --->